Mobil zum Einkaufen:
Es geht immer noch um das Schmaußerwäldchen. Von den Befürwortern des Discounters wird als Argument immer wieder angeführt, dass viele immobile Bürger, das müssen nicht unbedingt nur Seniorinnen und Senioren sein, nicht mehr selbst zu einem Discounter fahren können und deshalb ein solches Angebot im Ort begrüßen würden. Zwar ist nicht ganz einzusehen, wie jemand ohne Fahrzeug überhaupt bei einem Discounter einkaufen kann, aber das angesprochene Problem existiert durchaus.
Deshalb hat die SPD Fraktion im Gemeinderat einen Antrag auf Anschaffung eines „Einkaufsmobils“ gestellt. Mit diesem „eMobil – einkaufen und erledigen“ soll auf ehrenamtlicher Basis älteren oder immobilen Bürgerinnen und Bürgern ein zusätzlicher Service angeboten werden. Einmal pro Woche würde nach telefonischer Anmeldung das eMobil die Bürger von zu Hause abholen und die wichtigsten Geschäfte, Banken und evtl. auch Ärzte innerhalb der Verwaltungsgemeinschaft anfahren.
In Röttenbach im Landkreis Erlangen-Höchstadt wird dieser Service seit Februar 2010 angeboten. Die Gemeinde Röttenbach besitzt hierfür einen eigenen Gemeindebus. Auf Vorschlag der Gemeinderätin Jutta Ledertheil soll in Uttenreuth zunächst innerhalb einer Probephase eine günstigere Möglichkeit gesucht werden.
Im Gemeinderat erfolgte ein einstimmiger Beschluss zur Erarbeitung eines Konzeptes in Zusammenarbeit mit der Verwaltung und der Seniorenbeauftragten Christine de la Camp. Jutta Ledertheil hat bereits Kontakt zur Seniorenbeauftragten aufgenommen.
Auch wenn der Antrag zur Anschaffung eines "eMobils" durch die Diskussion um das Schmaußerwäldchen angeregt worden ist, so hat er doch mit diesem nicht unmittelbar etwas zu tun, denn auch ohne Discounter ist dieser Service sinnvoll. Allerdings könnte durch das "eMobil" die Diskussion um das Schmaußerwäldchen etwas entspannter geführt werden.
Was noch zur Diskussion ums Schmaußerwäldchen zu sagen wäre:
Den Verantwortlichen der Bürgerinitiative wird vorgeworfen, dass sie in der unmittelbaren Nähe des Schmaußerwäldchens wohnen, in der Wohnqualität Nachteile zu erwarten haben und diesen Sachverhalt nicht deutlich genug sagen.
Gut, ein Teil der Initiatoren wohnt tatsächlich in der Nähe des Wäldchens, aber die 1000 Bürgerinnen und Bürger, welche die Initiative mit ihrer Unterschrift unterstützt haben, können wohl nicht gut alle beim Wäldchen wohnen (und: es gibt auch zahlreiche Unterschriften aus Weiher).
Die Ablehnung der angedachten Podiumsdiskussion erfolgte nicht nur, wie vorgeworfen, durch die Bürgerinitiative, sondern auch von Vertretern der CSU, der Grünen und der SPD. Der Grund war, dass der Gutachter keine Aussagen speziell zur Uttenreuther Situation machen wollte und deshalb der Informationsgehalt dieser Veranstaltung angezweifelt wurde. Die Verkehrsprobleme sowie die städteplanerischen und ökologischen Aspekte sollten überhaupt nicht zur Sprache kommen.
Ideenwettbewerb zur "Verschönerung" des Schmaußerwäldchens
Für den Fall, dass sich am 4. Juli die Mehrheit der Uttenreuther Bürgerinnen und Bürger für den Erhalt des Schmaußerwäldchens ausspricht, hat der Ortsverein der SPD beschlossen, einen Ideenwettbewerb zur Verschönerung der Schmaußerwäldchens auszuloben, bei dem es auch etwas zu gewinnen gibt. Mehr darüber in der nächsten Ausgabe unserer Uttenreuther Notizen.

